Wie wird Whisky eigentlich hergestellt?

Der ein oder andere hat sich beim Genießen eines Whiskys bestimmt schon mal gefragt, wie dieser eigentlich hergestellt wird. Dieser Frage wollen wir heute einmal auf den Grund gehen.

Grundsätzlich wir Whisky immer aus Getreide hergestellt, welches wiederum mit Wasser und Hefe vergoren wird. Für welches Getreide man sich entscheidet hängt davon ab, welche Art des Whiskys man herstellen möchte. Das Ergebnis ist destillierter Brand, welcher in entsprechenden Holzfässern mindestens drei Jahre gelagert wird.


Jeder Hersteller und jede Destillerie hat natürlich ihr eigenes Geheimrezept zur Herstellung ihres Whiskys, was den Whisky einzigartig werden lässt.

Aber trotzdem gibt es einen Grundprozess, welcher in der Regel immer befolgt wird.

Angefangen beim Mälzen, wobei die Gerste kontrolliert zum Keimen gebracht und anschließend wieder getrocknet wird. Die Trocknung erfolgt entweder über heißer Luft oder über Torffeuer. Zweitere verleiht dem Malz den typischen rauchigen Geschmack. Das Malz wird anschließend zu Schrot zermahlen und mit heißem Wasser vermischt. Die dadurch entstandene Flüssigkeit wird im Schritt der Gärung mit Hefe versetzt. Es entsteht die Maische, auch wash genannt und je nach Dauer der Gärung ergeben sich unterschiedliche Aromen, die man im fertigen Whisky deutlich herausschmecken kann.

Bei der Destillation wird der Alkoholgehalt des Whiskys erhöht und überschüssiges Wasser entfernt. Je nach Art des Whiskys gibt es auch hier unterschiedliche Verfahren, die angewandt werden können. Auch die Form und die Größe der genutzten Brennblase sind ausschlaggebend für den endgültigen Geschmack des Whiskys.


Schlussendlich wird der Whisky mindestens 3 Jahre in Holzfässern gelagert. Die Dauer und auch die Wahl des Fasses sind ausschlaggebend für den Geschmack des Whiskys. Das Klima, die geographische Lage und die Bauart des Lagerhauses sind von hoher Bedeutung. Um am Ende eine gute Trinkstärke zu erreichen, wird dem Whisky beim Abfüllen in die Flasche Wasser hinzugefügt. Aber auch direkt abgefüllte und unverdünnte, so genannte cask strenghts, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, da hier das Aroma deutlich intensiver und komplexer ist.


Wie ihr seht gibt es trotz eines groben Fahrplans bei der Herstellung eines Whiskys immer noch Möglichkeiten ihm seine ganz eigene Note zu verleihen und ihm zu einem Einzelstück machen.


Und zu guter Letzt bleibt nur noch die Frage, wie der Whisky die unverkennbare Farbe erhält, die an Bernstein erinnert. Einerseits sind dafür die Fässer verantwortlich, in denen der Whisky mehrere Jahre gelagert wird. Farbpigmente aus dem Holz gehen in den Whisky über und je nach Art des Fasses ergeben sich unterschiedliche Intensitäten. Andererseits werden die Whiskys häufig auch nachgefärbt. Dabei kommt der Lebensmittelfarbstoff Zuckercouleur zum Einsatz, welcher auch bei anderen Getränken wie Cola oder Ginger Ale genutzt wird. Wie sich die einzelnen Whiskysorten charakteristisch voneinander unterscheiden, schauen wir uns im nächsten Blogpost an.


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