Single-Malt, Bourbon, Rye: Was ist was beim Whisky?

Aktualisiert: März 13

Whiskysorten im Überblick


Von Single-Malt über Bourbon bis zum Rye Whisky – Begriffe, die du bestimmt schon das ein oder andere Mal gehört hast. Worin liegt aber der Unterschied und wie viele Sorten gibt es eigentlich? Diese Fragen wollen wir dir in unserer kleinen Reihe rund um die Whisky-Sorten beantworten.


Fangen wir mit der bekanntesten Whisky-Sorte an: dem Malt Whisky. Diese Art des Whiskys wird hauptsächlich in Schottland hergestellt und wird einzig allein aus gemälzter Gerste in einem Pot Still hergestellt. Das Hinzufügen weiterer Getreidesorten ist hierbei nicht gestattet. Der Malt reift anschließend mindestens 3 Jahre in bereits gebrauchten Eichenholzfässern, was sich auch wiederum auf den Geschmack des Whiskys auswirkt.


Fügt man dem Malt nun noch den Zusatz „Single“ hinzu, landen wir auch schon bei der nächsten Sorte: dem Single-Malt-Whisky. Der Unterschied hierbei liegt beim Ort der Herstellung. Die Herstellung des Single-Malts erfolgt in einer einzigen Destillerie.


Während bei einem Single-Malt der Whisky trotzdem aus unterschiedlichen Fässern gemischt wird, wird beim Single-Cask Whisky oder Single-Barrel Whisky auf Whisky aus nur einem einzigen Fass zurückgegriffen.


Im Gegensatz zu den eben genannten Whisky-Sorten wird der Grain Whisky aus unterschiedlichen Getreidesorten hergestellt. Neben Getreide und Roggen wird auch häufig Mais oder Hafer genutzt. Je nach Mischverhältnis ergeben sich einzigartige Whiskys. Auch aus dieser Sorte kann man wieder einen Single Grain Whisky zaubern, welcher, wie der Single Malt Whisky ebenfalls in nur einer Destillerie hergestellt wird.


Trinkt man einen Rye Whisky kommt dieser höchstwahrscheinlich aus Nordamerika. Er wird aus mindestens 51% roggenhaltiger Maische gebrannt. Eine Mischung aus anderen Getreidesorten gesellt sich abschließend noch hinzu.


Auch der Bourbon Whisky stammt aus Amerika und ähnelt dem Rye Whisky bezüglich seiner Zusammensetzung. Beim Bourbon werden mindestens 51% Mais verlangt, der Rest ist meistens Roggen oder Gerste. Der Whisky wird in Kupferbrennblasen gebrannt und reift in frischen und ausgebrannten Fässern.


Mais stellt auch den Hauptanteil des Corn Whiskys dar, welcher bei mindestens 79% liegt, und ebenfalls aus Nordamerika stammt. Der hohe Anteil an Mais lässt den Corn Whisky sehr leicht schmecken und weniger würzig als andere Whiskys.


Reifen all diese Whiskys in neuen, ungebrauchten Fässern, spricht man von so genannten Straight Whiskys.


Wenn du nun beim nächsten Mal einen Whisky genießt, kannst du mit der jeweiligen Bezeichnung vielleicht ein bisschen besser was anfangen!

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